Hängende Nasenspitze: Woran erkennen Sie sie?
Bei einer hängenden Nasenspitze zeigt die Spitze nach unten statt geradeaus oder leicht nach oben. Die Nase wirkt dadurch länger, und die Spitze scheint über der Oberlippe zu hängen. Fachleute sprechen von einer Ptosis der Nasenspitze, im Alltag hört man auch Hängespitze oder Hakennase.
Ein einfacher Test: Schauen Sie sich im Profil den Winkel zwischen Nase und Oberlippe an. Liegt die Spitze unterhalb der Linie der Nasenlöcher oder scheint die Nase auf den Boden zu zeigen, ist die Spitze nach unten gedreht. Von unten betrachtet sehen die Nasenlöcher dann oft schmal und schlitzförmig aus.
Ein Höcker lässt die Spitze häufig tiefer wirken, als sie tatsächlich ist. Deshalb wird zuerst der Nasenrücken beurteilt, und beides wird manchmal gemeinsam behandelt.
Warum senkt sich die Nasenspitze, und warum mit den Jahren mehr?
Die Spitze sinkt ab, wenn der Knorpel, der sie trägt, schwach, lang oder schlecht verankert ist und Schwerkraft sowie Muskelzug den Rest erledigen. Manche Menschen haben von Geburt an eine tiefe Spitze, bei anderen entwickelt sie sich erst im Laufe der Jahre.
- Weicher oder dünner Spitzenknorpel, der seine Form nicht allein halten kann.
- Eine lange Nase mit langen unteren Knorpeln, an denen die Spitze weiter nach unten hängt.
- Lockere Bänder zwischen den Knorpeln, die mit dem Alter nachgeben.
- Eine frühere Nasenoperation, bei der zu viel Stützgewebe entfernt wurde, oder eine Verletzung.
- Schwere, dicke Haut an der Spitze, die auf dünnem Knorpel lastet.
Das Alter spielt eine Rolle: Die Haut verliert Spannkraft und die Haltebänder dehnen sich. Eine Spitze, die mit Mitte zwanzig noch waagerecht stand, kann mit Anfang sechzig deutlich tiefer sitzen.
Warum rutscht die Nasenspitze beim Lächeln nach unten?
Meist liegt es an einem kleinen Muskel, dem Musculus depressor septi nasi. Er verläuft von der Oberlippe zur Nasenbasis und zieht bei manchen Menschen die Spitze bei jedem Lächeln nach unten, wobei sich die Oberlippe verkürzt.
Prüfen Sie es im Spiegel: Lächeln Sie breit, entspannen Sie sich wieder und beobachten Sie, ob sich die Spitze bewegt. Sinkt sie nur beim Lächeln ab und steht in Ruhe gut, ist hauptsächlich der Muskel verantwortlich. Hängt sie schon in Ruhe, trägt auch der Knorpelhalt dazu bei.
Diese Unterscheidung bestimmt die Behandlung. Bei der Operation kann der Muskel gelöst oder versetzt werden, ein sehr leichter Fall lässt sich mit einer Spritze vorübergehend entspannen.
Wie wird eine hängende Spitze operativ angehoben?
In aller Regel kommt die offene Technik zum Einsatz, weil der Operateur dabei die Spitzenknorpel genau sehen kann. Die Spitze wird dann in drei Schritten aufgebaut, immer mit körpereigenem Gewebe.
- Formen: Die unteren Knorpel werden gekürzt oder vernäht, damit die Spitze schmaler und definierter wird.
- Stützen: Ein stabiler Pfeiler, oft aus der Nasenscheidewand, wird zwischen die Knorpel gesetzt und hält die Spitze oben. Dieser Schritt entscheidet darüber, ob das Ergebnis dauerhaft hält.
- Drehen: Nähte und kleine Transplantate drehen die Spitze nach oben, und der Depressor-Muskel wird gelöst, falls er nach unten zieht.
Den allgemeinen Ablauf beschreibt die Seite zur primären Nasenkorrektur. Ist die Spitze nach einer früheren Operation abgesunken, gelten dieselben Schritte, es wird aber mehr Knorpel gebraucht. Warum das anspruchsvoller ist, erklärt die Seite zur Revisionsrhinoplastik.
Wie weit lässt sich die Spitze anheben, und wo ist Schluss?
Der Eingriff kann die Spitze nach oben drehen, ihr mehr Festigkeit geben und eine lange Nase kürzen, sodass das Profil harmonischer zum Gesicht passt. Aus einer stark hängenden Spitze lässt sich aber keine steil aufgestellte machen, und das sollte auch nicht das Ziel sein.
| Das lässt sich ändern | Das bleibt in der Regel |
|---|---|
| Der Winkel der Spitze, sodass sie gerader nach vorn zeigt | Ihre Hautdicke, die bestimmt, wie fein die Spitze aussehen kann |
| Die Festigkeit der Spitze, damit sie ihre Position hält | Der grundsätzliche Charakter Ihres Profils |
| Die Länge der Nase von der Wurzel bis zur Spitze | Gesichtsgröße und Lippenform |
| Der Zug des Depressor-Muskels beim Lächeln | Eine natürliche, leichte Beweglichkeit der Spitze |
Eine zu stark gedrehte Spitze wirkt künstlich, die Nasenlöcher sind dann von vorn zu sehen. Ein sorgfältiger Plan hört vorher auf, damit die Nase zu Lippe und Kinn passt.
Nasenspitze anheben ohne Operation: Was geht, was nicht?
Ein wenig, und nur für kurze Zeit. Botulinumtoxin im Depressor-Muskel kann das Absinken beim Lächeln abschwächen, und ein Hyaluronsäure-Filler unter der Spitze verändert den Seitenanblick.
Beides schafft keinen Halt. Das Toxin lässt nach einigen Monaten nach, der Filler fügt Volumen hinzu und kann die Nase größer wirken lassen. Die Spitze ist wegen der Durchblutung direkt unter der Haut außerdem eine heikle Stelle für Filler. Sinnvoll ist das nur bei leichtem Absinken beim Lächeln oder wenn Sie eine Veränderung zunächst testen möchten. Die Grenzen beschreibt die Seite zum Nasenfiller, eine Sitzung liegt bei 350 bis 700 €.
Fadenlifting wird für die Nasenspitze gelegentlich beworben, bietet dem Knorpel aber keinen dauerhaften Halt und ersetzt keinen chirurgischen Plan.
Was ist, wenn die Spitze zusätzlich breit oder knollig ist?
Eine breite, knollige Spitze tritt oft zusammen mit einer hängenden auf, besonders bei kurzer Nase und dicker Haut. Die Spitze zu verfeinern heißt dann, die Knorpel zu verschmälern und fest abzustützen, damit die Haut einen klaren Rahmen hat, auf dem sie sich neu legen kann.
Dicke Haut verdeckt kleine Veränderungen am Knorpel. Die Spitze verfeinert sich deshalb langsam und bleibt eventuell etwas runder als bei dünner Haut. Das vor der Operation offen zu besprechen, gehört zum Plan.
Beeinträchtigt eine hängende Spitze die Nasenatmung?
Das kann sein. Eine tief hängende oder beim Einatmen einfallende Spitze verengt den Luftweg am Naseneingang, und die Nasenklappe kann sich teilweise schließen. Manche Menschen merken, dass die Nase beim tiefen Einatmen oder beim Sport zugeht.
Dr. Delioğlu prüft als HNO-Arzt und Kopf-Hals-Chirurg bei der Untersuchung die Nasenklappen, die Scheidewand und die Nasenmuscheln. Muss daran etwas getan werden, wird daraus eine Septorhinoplastik, und die Transplantate, die die Spitze anheben, können zugleich den Luftweg öffnen.
Heilung: Warum die Spitze am längsten braucht
Die Spitze ist der Teil der Nase, der am langsamsten heilt, daher ist hier Geduld gefragt. Direkt nach der Operation wirkt sie oft hoch und stark gedreht und sinkt in den folgenden Monaten ab, wenn die Schwellung zurückgeht und der Halt fester wird.
| Zeitraum | Was Sie erwarten können |
|---|---|
| Erste Tage | Verstopfte Nase, Schwellung und eine steife, gefühllose Spitze. Die Schiene schützt die neue Form für 7 Tage. |
| Nach der Schiene | Die Spitze wirkt hoch und etwas stumpf. Das ist die Schwellung, nicht das Endergebnis. |
| Erste Monate | Die Spitze senkt sich langsam und wird weicher. Das Taubheitsgefühl lässt allmählich nach. |
| Bis zu einem Jahr oder länger | Die endgültige Spitzenposition zeigt sich. Bei dicker Haut dauert es am längsten. |
Drücken, kleben oder massieren Sie die Spitze nur, wenn das Team es anordnet. Planen Sie 7 bis 10 Tage in Istanbul ein. Die weitere Kontrolle läuft zu Hause über Ihren HNO-Arzt oder Hausarzt und über Fotos an das Team, jede Phase beschreibt die Seite zur Heilung nach der Nasenkorrektur genauer.
Was kostet die Spitzenkorrektur, und was zahlt die Kasse?
Eine Erstoperation, die die Spitze anhebt und stützt, liegt in der Regel bei 2.700 bis 5.000 €. Wird zugleich die Nasenscheidewand korrigiert und als Knorpelspender genutzt, liegt sie bei 3.200 bis 5.400 €.
Das sind Spannen. Der genaue Preis hängt davon ab, wie viel Halt nötig ist und ob nach früheren Eingriffen Rippenknorpel gebraucht wird, und er kommt mit Ihrem Plan nach der Fotoprüfung. Alle Eingriffe im Vergleich zeigt die Seite zu den Kosten. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt keine rein ästhetische Operation, bei behinderter Atmung kann nach einer HNO-Beurteilung etwas anderes gelten, das klären Sie lieber vorab mit Ihrer Kasse.
Wann sollten Sie abwarten oder nur klein eingreifen?
Wer erst kürzlich an der Nase operiert wurde, sollte in der Regel warten, weil das Gewebe etwa ein Jahr zum Ausheilen braucht, bevor sich eine Spitze beurteilen lässt. Wer sich eine stark aufgestellte, puppenhafte Spitze wünscht, wird eventuell enttäuscht, denn der Plan richtet sich nach Ihrem Gesicht und Ihrer Haut.
Stört Sie nur ein leichtes Absinken beim Lächeln und die Spitze steht in Ruhe gut, kann ein kleinerer Schritt besser sein als eine volle Operation. Das besprechen wir in der Beratung offen.
So kommen Sie weiter: Fotos senden, auch eines beim Lächeln
Schicken Sie Fotos von vorn, von beiden Seiten, von unten und eines beim Lächeln über die Online-Nasenanalyse. Das Lächeln-Foto zeigt dem Operateur, wie stark der Muskel beteiligt ist.
Ähnliche Nasen finden Sie in den Vorher-nachher-Fotos, Informationen zum Operateur auf der Seite Über uns. Wer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz anreist, erreicht Istanbul in der Regel mit einem kurzen Direktflug.